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25. November 2025
Wie funktioniert Naturschutz in der Schweiz?

 Am diesjährigen Erfahrungsaustausch Erfa von Pro Natura und Swiss Rangers am 21. November 2025 gab Andreas Boldt von Pro Natura eine Übersicht über die Naturschutzbranche in der Schweiz. Er ist Projektleiter Freizeitaktivitäten & Naturschutz bei Pro Natura, Wildtierbiologe, Spezialist für Störungsökologie
& Besuchermanagement sowie Co-Modulleiter Ranger-Lehrgang BZWL und Leiter Ausbildungskommission Ranger. Dieses Mal lud die Naturschutzorganisation die Rangerinnen und Rangern ins Naturschutzzentrum Thurauen in Flaach (ZH) ein. Mit rund 60 Anwesenden nahmen so viele Interessierte am Anlass teil, wie noch nie.

Andreas Boldt ging auf die relevanten Behörden, Organisationen und Institutionen ein, die im Arbeitsalltag von Rangernden, Schutzgebietsbetreuenden sowie Informations- und Aufsichtspersonen eine Rolle spielen können.

Weiter zeigte er auf, wie die jeweiligen Rollen, Zuständigkeiten und Kompetenzen in den Gemeinden, beim Kanton, beim Bund sowie bei den privaten Naturschutzorganisationen geregelt sind und wer sich für welche Zusammenarbeit eignet. «Für die Anwesenden sind sicher das Bundesamt für Umwelt BAFU, die kantonalen Stellen für Umwelt- und Naturschutzthemen, die Gemeinden sowie die grossen Naturschutzorganisationen Birdlife und Pro Natura wichtig.» Letztere verfügt über 800 eigene Naturschutzgebiete auf einer Fläche von 260 Quadratkilometern. Auch die Verantwortlichen der lokalen Jagd, Fischerei, Wald und Forstwirschaft, Landwirtschaft, Tourismus sowie Sport und Freizeit sind wichtige Akteure. Andreas Boldt empfiehlt bei Problemen und Anliegen betreffend bestimmter Sportarten auf die jeweiligen Verbände zuzugehen. «Unterdessen haben viele grössere Sportverbände Ansprechpersonen im Bereich Natur- und Umweltschutz», sagt er.

Interessant für unsere Berufsleute sind bestimmt die Hinweise, dass auf der Website Schweizmobil.info alle zentralen Infos – von der Konzeption über Qualitätsstandards, Zuständigkeiten und die Festlegung von neuen Routen sowie Änderungen zu finden sind. Gut zu wissen ist auch, dass die Gruppe Sozialwissenschaftliche Landschaftsforschung der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL Besucherumfragen in den Gebieten ausführen.

Unterschiedlich enge Kontakte

In der darauffolgenden Diskussion mit Niklaus Peyer, Leiter Gruppe Information und Aufsicht der Stiftung Reusstal, Markus Bieri, stellvertretender Leiter der Hallwylersee-Ranger, Christine Köchli, Rangerin und Kommunikationsspezialistin der Ranger Team GmbH und Andreas Anetzhofer, Geschäftsführer des Verbands Swiss Rangers und Ranger bei der Ranger Dienst GmbH stellte sich heraus, wie unterschiedlich die Kontakte zwischen den einzelnen Rangerdiensten und den Dienststellen von Gemeinden und Kantonen sind: Während sich einige wöchentlich austauschen und sich regelmässig bei gemeinsamen Umtrucken persönlich sehen, sprechen andere von langen Dienstwegen und einem nur sporadischen Austausch. Wie nahe der Kontakt zu den zuständigen Ämtern sind, hänge von den verantwortlichen Personen ab, so der Tenor.

Fachbuch und Exkursion

Anhand des kürzlich erschienenen Fachbuchs «Welche Schutzgebiete braucht die Schweiz? – eine Bestandesaufnahme des Schutzgebietsystems der Schweiz» von Urs Tester ging Andreas Boldt auf die Themen Definition Schutzgebiet, was zählt als Schutzgebiet? und Anzahl Schutzgebiete sowie Regeln in den jeweiligen Gebieten ein. Das von ihm empfohlene Buch kann im Pro -Natura-Shop bestellt werden.

Da der jährlich stattfindende Erfa auch als wichtiger Vernetzungsanlass zwischen den Rangerinnen und Rangern fungiert, fielen die Pausen grosszügig aus. Nach dem grosszügigen Mittagessen, welche die Gastgebenden – die Rangerinnen und Ranger des Naturzentrums Thurauen organisiert haben – ging es auf in die Auenlandschaft der Thurauen. Dort führten die verantwortlichen Rangernden die Anwesenden während spannenden Exkursionen durch das grösste Naturschutzgebiet im Mittelland.

 

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