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12. Mai 2017
Jahrestagung Swiss Rangers 2017

Die Generalversammlung wurde speditiv durchgezogen. Zu den wichtigsten Geschäften gehörten etwa die Wahl von Alain Chambovey als Nachfolger des zurücktretenden Vorstandsmitglied Julien Girardier und die Erhöhung der Mitgliederbeiträge.

Die Teilnehmer der GV 2017 vor dem Maison de l′Absinthe in Môtiers

Neuer Säugetieratlas
Nachdem die Vereinsangelegenheiten geregelt waren, stellte Claude Fischer das Projekt „Wildtieraltlas“ der Schweizerischen Gesellschaft für Wildtierbiologie vor. Er ist der Verantwortliche für die Westschweiz. Der Atlas ersetzt den ersten von 1995. Er wird die Verbreitungssituation von 84 heimischen und 5 eingebürgerten Arten dokumentieren. Damit schafft er eine Basis für den Naturschutz, die Ökologie und die Informationsvermittlung.

Beim neuen Atlas nutzt man erstmals im grossen Stil die Genanalyse als Bestimmungsmethode. Interessant ist auch, dass neben Fachleuten auch die breite Bevölkerung beitragen kann, indem sie Beobachtungen auf einer eigens dafür eingerichteten Website meldet. Besonders aber die Ranger können mithelfen, indem sie beispielsweise Kot oder Kadaver beproben und in speziellen Gebinden mit einem Fundprotokoll und Foto einschicken. Zudem können sie in ihren Gebieten zum Melden von Funden aufrufen. Das gilt auch für jagdbare und häufige Arten.

Die Datenerfassung läuft in den Jahren 2017 - 2018. Mit der Publikation ist 2020 zu rechnen. Es wird den Atlas wieder als Buch in Deutsch, Französisch und Italienisch geben. Zudem wird er auf einer Website dem breiten Publikum zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen: www.webfauna.ch, www.ornito.ch, www.säugetieratlas.wildenachbarn.ch

Der grandiose geologische Unfall
Alain Tschanz, Ranger im Creux du Van, informierte anschliessend kurz über die Geschichte dieses Gebiets. Die markante runde Felsformation mit ihren 160 m hohen, senkrechten Felswänden ist geologisch gesehen ein Ausräumungskessel. Er entstand – wie Alain es formulierte - als geologischer Unfall am Ende der letzten Eiszeit. An den Felswänden leben Steinböcke und Gämsen. 1974 und 1975 wurde je ein Paar Luchse ausgesetzt. Auch botanisch ist das Gebiet ausgesprochen interessant.

Nachtessen auf einer Lichtung, im Feuer brutzeln bereits die Würste

Dem Schutz dieses Naturdenkmals hat sich erstmals 1865 der private Club Jurassien angenommen. Heute besteht rund um den Creux ein 15 km grosses Naturschutzgebiet, das auch die Areuse-Schlucht bis fast hinunter nach Neuenburg umfasst. Zur Besucherlenkung wurden verschiedene Routen für Wanderer, Biker etc. markiert.

Nach Alains Referat verlagerten sich die Teilnehmer zu Fuss entlang der Areuse von Couvet nach Môtiers. Dort besuchten sie das Maison d’Absinthe, wo nach einem Gang durch die interessante Ausstellung drei verschiedene Arten, darunter auch die "grüne Fee", verkostet werden konnten.

Die Wurst, die aus dem Feuer kam
Die anschliessende Wanderung in Richtung Nachessen führte durch ein wunderbares, verwunschenes Waldstück steil hinauf auf eine grosse Waldlichtung. Dort gab es am grossen Lagerfeuer ein perfekt vorbereitetes Abendessen. Star des Abends war eine Saucisson, die in Zeitung eingewickelt stundenlang in der Glut gegart hatte. Alle waren sich einig: Diese lokale Spezialität gehört zum Besten, das man je vom offenen Feuer gegessen hatte. Nach einigen interessanten und lustigen Gesprächen ging es mit der Stirnlampe am Kopf durch den dunklen Wald zurück nach Noiraigue. Dort gab es vor dem Schlafengehen noch einen gemeinsamen Gute-Nacht-Drink.

Ranger am Abgrund zum "Swiss Grand Canyon"

Der Samstag stand im Zeichen einer spektakulären Exkursion in den beeindruckenden Creux du Van. Stets mit interessanten Fakten aus erster Hand versorgt, wanderte die Gruppe rund um den "Swiss Grand Canyon". Bei einsetzendem Regen stieg man hinunter zur Ferme Robert, wo das Mittagessen aus dem Rucksack die Exkursion abrundete. Zu Ende ging die Veranstaltung am Bahnhof Noiraigue.

Herzlichen Dank für die Gastfreundschaft und ein grosses Kompliment an die Organisatoren, unsere Kollegen aus der Romandie!




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