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Beruf

Der Druck auf die Natur hat zugenommen, auch weil viele Menschen das Bedürfnis haben, sich draussen zu erholen. Es zieht sie in die Berge, an den See und in den Wald. Gleichzeitig hat das Verständnis für die Natur abgenommen. Es fehlt das Verständnis für ökologische Zusammenhänge und die Bedürfnisse von Tier- und Pflanzenarten. In diesem Spannungsfeld arbeiten Ranger. Sie wirken als Vermittler zwischen Mensch und Natur und setzen sich als "Schiedsrichter" dafür ein, dass Regeln eingehalten werden - zum Beispiel in Naturschutzgebieten.

  • Ranger sind Profis. Seit 2007 bietet das Bildungszentrum Wald in Lyss einen berufsbegleitenden Lehrgang an für Personen mit einer "grünen" Berufsausbildung oder auf anderen Wegen erworbenes Wissen über die Natur. Viele stammen aus Forst- oder Landwirtschaft, Jagd oder anderen Berufen mit einem Bezug zu Natur und Landschaft.

  • Ranger sind vielseitig. Die "klassische" Aufgabe von Rangern ist die Betreuung und Aufsicht von Naturschutzgebieten. Hier sorgen sie freundlich, aber bestimmt dafür, dass die Schutzverordnungen umgesetzt werden und die Besucher sich an die Regeln halten. Sie leiten aber auch Exkursionen, Kurse und Workshops für alle Interessierten - von der Schulklasse bis zur Seniorengruppe. Ranger sind zudem gefragte Partner bei der Planung von Besucherlenkungsmassnahmen, touristischen Angeboten in der Natur oder Outdoor-Aktivitäten aller Art.
     
  • Ranger sind Naturfreunde. Sie lesen Tierspuren, kennen Vogelstimmen oder essbare Pflanzen am Wegrand. Sie verstehen die Zusammenhänge und setzten sich in ihrem Alltag für den Erhalt natürlicher Landschaften ein.
     
  • Ranger sind Menschenfreunde. Der Mensch ist der Teil der Natur und hat den berechtigten Anspruch, sich in ihr zu erholen und ihr zu begegnen. Dieser Grundsatz ist für Ranger unbestritten. Wo der Druck allerdings zu gross wird oder Regeln nicht eingehalten werden, ist es an ihnen, einzugreifen.


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